Angebot

FELDLABOR I / TERENSKI LABORATORIJ I

Ahnen- und Familienforschung / Rodoslovje
mit Ferdinand Bevc und 5A Schüler:innen des SLOG in Klagenfurt / Celovec

15. & 16. Juni 2026 a-ZONE / Vinklnova domacija

1. Tag
9:00h - 12:00h

Grundlagen der Ahnenforschung Theorie

In diesem theoretischen Teil werden die Grundfragen der Ahnenforschung beantwortet. Was ist Ahnenforschung (Genealogie)? Warum sucht man nach den Vorfahren? Was benötigt man dazu? Welche kostenpflichtigen und kostenfreien Hilfsmittel stehen zur Verfügung? Wie beginnt man mit der Ahnenforschung? Was sind die Grundbegriffe der Ahnenforschung? Was benötigt man, um mit der Ahnenforschung beginnen zu können? Welche Informationen erhält man aus welchen Datenbanken? (Anno, Militär- und Kriegsdienste, Matricula, Topothek, Nationalbibliothek usw.) Was bedeuten die lateinischen Bezeichnungen? Wie funktioniert ein Datenaustausch? Was fällt unter Datenschutz? Welche Informationen gibt es von den Vorfahren und wo erhält man diese? Wie kann man auch zwischen den Zeilen Informationen erhalten? Welche Schrift wurde verwendet? Wie bringt man die Familiengeschichte in Verbindung mit der allgemeinen Geschichte? Was ist der Unterschied zwischen Familiennamen und Vulgonamen? Woher kommt der Familienname und was bedeutet dieser?
In diesem Teil werden die Grundlagen zur Erforschung der eigenen Familiengeschichte erarbeitet. So können die Schüler/Schülerinnen die entsprechenden Unterlagen suchen, sammeln und vorbereiten (Fotos, Dokumente, Informationen von den Eltern und Großeltern, Friedhofrecherche usw.)

13:00 bis 16:00h
Besuch des Friedhofes in Eisenkappel
Auf den Friedhöfen findet man meist Informationen, die nach den geltenden Richtlinien als Urkundeneintrag noch dem Datenschutz unterliegen. Mit dem Spaziergang durch den Eisenkappler Friedhof werden Beispiele gezeigt, wie man die ersten Informationen erhalten kann. Neben den Grabsteinen können auch die Kriegsdenkmäler Informationen von der eigenen Familiengeschichte liefern. Wie geht man mit Namensgleichheiten auf verschiedenen Grabsteinen um bzw. was bedeuten diese?

Vorbereitungsphase - zur Erforschung der eigenen Familiengeschichte
Wenn während der Vorbereitungsphase Fragen auftauchen, können diese per Telefon oder per Mail mit dem Seminarleiter vorab abgeklärt werden. Damit wird gewährleistet, dass beim 4. Teil, beim Praxisteil für jeden Teilnehmer/für jede Teilnehmerin die ersten Schritte eines Stammbaumes erstellt werden können.

Ferdinand Bevc mit Schüler:innen vor einem Familienstammbaum
2. Tag
Praxisteil in der Schule / Klasse (3 bis 4 Stunden)
Dieser Teil soll in der Schulklasse mit vorhandenen EDV-Geräten und Internetanbindung stattfinden. Bei diesem Praxisteil kann jeder Schüler/jede Schülerin den ersten Stammbaum der Familie erstellen. Fragen, die dabei auftauchen, werden gemeinsam erörtert. In diesem Praxisteil soll das Wissen über das Suchen der Vorfahren so gefestigt werden, dass sich jeder Teilnehmer/jede Teilnehmerin danach selbstständig auf die Suche nach weiteren Vorfahren begeben kann.

FELDLABOR II / TERENSKI LABORATORIJ II

FRESKO-MALEREI / FRESKO SLIKARSTVO
mit Dr. Darja Komar (Geologin) & Gregor Pokorny (Bildender Künstler) sowie 5 B Schüler:innen des SLOG in Klagenfurt / Celovec

18. & 19. Juni 2026 a-ZONE / Vinklnova domacija

1. Tag
Einleitend findet ein Vortrag (von Dr. Darja Komar) über die lokale Geologie (allgemeine Geologie) statt (die uns fachspezifisch weiterhin begleitet, naturwissenschaftliche Fragen beantwortet). Anschließend begeben wir uns mit Gregor Pokorny in die nähere Umgebung (unseres Basislagers) auf die Suche nach brauchbaren (mineralischen) Naturfarben, hoffen, dass uns das Finderglück hold ist. Bestenfalls finden wir farbkräftige, feine Ablagerungen, Erdfarben (div. Eisenoxyde, Tonerden, etc.) oder verschiedenfarbige Gesteine (Epidot, Hämatit, etc.) die wir zertrümmern, zu feinem Pulver zermahlen und reinigen (brauchbar aufbereiten) . . . auch die Reste eines Holzfeuers (Kohle). Als Ersatz ("Verlegenheitslösung") werden auch einige echte, bereits aufbereitete Erdfarben (benannt nach den jeweiligen Fundorten)vohanden sein.

09:00 Ankunft der Schüler/Begrüßung, erste Orientierung, Aufbau Camp 10:30 Einführung zum lokale Geologie Dr. Darja Komar (dt./slow)
12:00 Pause 13:00 Erkundung der Umgebung - Suche nach brauchbaren (mineralischen) Naturfarben im Umfeld des Camps und deren Aufbereitung
17:00 Freizeit



2. Tag
Wir wenden uns einer seit Jahrtausenden angewandten Maltechnik, dem echten Fresko (Buon Fresco) zu. D. h. wir tragen auf einen starren Bildträger Kalkmörtel auf, den wir selbst bereiten. Und malen, mit unseren selbst gefundenen, entsprechend aufbereiteten Farben auf die/der frische/n (geglätteten) Putzoberfläche. Auf diese kann ebenso gestalterisch anderweitig eingegriffen werden.
Unser wesentliches Ausgangsmaterial ist gebrannter Kalkstein der mit Wasser (eine heftige chemische Reaktion) "gelöscht" wurde. Dieser Sumpfkalk (auch Löschkalk) wird mit Sand gemischt, dient uns zugleich als weiße Farbe. Es findet eine Rückverwandlung in "Kalkstein" statt. Dieser Vorgang bindet auch unsere kalkbeständigen (alkali- und lichtbeständigen) Pigmente (Farbpulver) an den Putz.

Bei dieser (unserer) Farbpalette fallen uns die großartigen, prähistorischen Höhlen- / Wandmalereien ein . . . ebenso z. B. historische Fresken örtlicher Sakralbauten. Es bedarf nicht vieler Farben, um Beeindruckendes (Ausdrucksstarkes) zu schaffen. Im Grunde genügt das Zeichnen mit Kohle auf hellem Grund (Licht und Schatten).

Allerdings müssen wir einige Tage warten bis unsere gestalterischen Resultate einen Transport erlauben.
09:00 Start mit der Werkstatt
… Open End


Was kommt zu Tage? - Durchlässige Landschaft / Kaj pride na dan? - Prepustna pokrajina

Konzept einer künstlerischen Intervention in Bad Eisenkappel/Železna Kapla

alien productions (Martin Breindl, Norbert Math, Andrea Sodomka)

Kurator: Herwig Turk

Eröffnung: 09. Juli 2026

Ort: Ritterburg (900 Jahre altes Schloss im Ortszentrum) oder Coppl Passage,
ebenfalls im Ortszentrum.

Ausstellungsdauer: Juli bis Mitte Oktober 2026

Die Geschichte der Landschaft um Bad Eisenkappel / Železna Kapla ist 500 Millionen Jahre alt. Gewaltige horizontal und vertikal wirkende geologische Kräfte entlang der Periadriatischen Naht, gleichzeitig auftretender Vulkanismus, Erosion und natürliche chemische Prozesse haben eine poröse Landschaft geschaffen, durchzogen von Sedimenten verschiedenster Art, von labyrinthischen Höhlen und unterirdischen Flüssen, Gräben und Dolinen, die der viel später auftretende Mensch auf der Suche nach Eisenerz und Kohle durch Gänge, Stollen und Gruben erweiterte.
Menschen besiedeln diese Landschaft, formen sie um, benützen sie, bewegen sich darin. Vielfältigste Begegnungen finden statt, Beziehungsgeflechte entstehen. Alles was gesprochen, erlebt und getan wird fällt als eine Art Zeitschatten auf die Landschaft, dringt ein in ihre Poren, versickert in den Kapillaren ihrer materiellen Substanz. Durchwandert man eine solche Landschaft, fühlt man oft einen Hauch ihrer Geschichte. Als gäbe es einen Atem, einen Puls, als wäre sie durchzogen von einem Myzel aus sensitiven Nervenbahnen, die alles registriert und gespeichert haben, was je in ihr geschehen ist. Und dann wünschte man, die Landschaft würde ihre Geschichte wieder freigeben und einfach zu sprechen beginnen. Erneut durchlässig werden.
Die Klangmaschine – Installation im öffentlichen Raum

Ein myzelartiges Röhrensystem wuchert an einem öffentlich zugänglichen Ort aus der Landschaft. Es dringt in die imaginierten unterirdischen Hohlräume und Gänge vor, um die darin verschütteten, vergrabenen und verdrängten Klänge zu Tage zu fördern. Eine metaphorische Bergwerksmaschine, die sich durch die sprichwörtlichen Ge/Schichten des Untergrunds bohrt, um deren akustische
Splitter, Scherben und Fragmente an die Oberfläche zu pumpen und sie dadurch hörbar zu machen.
Das akustische Material der Installation sind ausschließlich Klänge, über die in den Gesprächen mit den Menschen gesprochen wird, die darin als Erinnerungen auftauchen. Es sind dies Klänge der Natur selbst, der Landwirtschaft, des Bergbaus, der Eisenverarbeitung, des Handels, der kulturellen Aneignung, Gesänge und Fragmente von Sprachen – kurz alles, was die Soundscape dieser Gegend geprägt hat und heute noch prägt. Es sind historische Klänge, die längst ausgestorben sind und aktuelle, die im Lauf der Zeit hinzugekommen sind, und die nun in der Klangmaschine geloopt und dynamisch gemischt werden, sodass sie immer neue Hörerlebnisse generieren, die über die verschiedenen Auslässe des Röhrensystems wahrgenommen werden können.

FELDLABOR III / TERENSKI LABORATORIJ III

Wie klingt der Graben / Kako zveni grapa? mit Marika Haderlap & Dirk Schilling sowie SchülerInnen der Musikschule und Darstellendes Spiel des Alpe Adria Gymnasiums Völkermarkt

Ein klangkünstlerisches Forschungslabor mit Fieldrecordings - Pädagogisches Konzept & Vision

25. & 26. September 2026 a-ZONE / Vinklnova domacija

Das Projekt „Wie klingt der Graben?“ ist als künstlerisches Forschungsformat konzipiert, das die Grenze zwischen Naturerfahrung und digitaler Gestaltung auflöst. Im Rahmen der „Feldlabore“ (Projekt „LANDSCHAFTlesen-bratiPOKRAJINO“) dient der Workshop dazu, das Gehör als aktives Werkzeug der Welterschließung bewusst zu machen. In einer von visuellen Reizen dominierten Welt setzen wir einen bewussten Gegenakzent: Die Schüler:innen werden zu „akustischen Ethnologen“, die ihre Umgebung nicht nur konsumieren, sondern tiefgreifend belauschen.


Dirk Schilling
Phase 1: Die Ästhetik des Sammelns (Hörsensibilisierung) 
Unter Einsatz des Handys als digital Recorder erkunden die Teilnehmer:innen die akustischen Texturen des Grabens. Dabei geht es um die künstlerische Selektion: Was ist wert, gehört zu werden? Die Schüler:innen lernen, das „Rauschen“ der Natur als differenzierte Partitur aus Wind, Wasser, Biosphäre sowie Tiergeräusche von Vögeln oder auch Schafen zu begreifen. Das vermeintlich Banale wird durch den Akt der Aufnahme zum Kunstobjekt erhoben.

Phase 2: Dekonstruktion und Komposition (Digitale Transformation) 
Am zweiten Tag transferieren wir die Naturklänge in den digitalen Raum. In der „Klang-Bibliothek“ findet die theoretische Auseinandersetzung (Kategorisierung) statt, gefolgt von der künstlerischen Abstraktion. Durch Verfremdung, Dehnung (Time-Stretching) und Neu-Anordnung entstehen klangliche Collagen. Wenn aus einem Wiesen-Geräusch ein Beat wird, begreifen die Schüler:innen die Natur als Materiallager für zeitgenössische Kunstformen – von der Avantgarde-Musik bis hin zur modernen Popkultur.

Transfer und Lernziele: Dieses Projekt verfolgt einen ganzheitlichen pädagogischen Ansatz.

Medienkompetenz: Grundlagen der Audio Recordings und Schnitt.

Künstlerische Urteilskraft: Entscheidungsprozesse in der Komposition und Gestaltung.

Resonanzfähigkeit:  Die Stärkung der Fähigkeit zum „Zuhören“ – sowohl ökologisch als auch zwischenmenschlich. Der Workshop versteht das Zuhören als soziale Praxis und leistet so einen Beitrag zur Empathiebildung und Naturverbundenheit.



AR(C)HIV

Wildbienen & klimaresistenter Bergwald
Feldlabor I & II

Am 3. und 5. Mai 2025 starteten die jeweils eintägigen Feldlabore I & II mit Schülern der 3A & 3B Klasse des SLOG (Bundesrealgymnasium für Slowenen in Klagenfurt) mit Analysen des Beobachteten, vor allem die Wildbienen auf der Streuobstwiese am Bergbauernhof Vinkl in Lepena bei Bad Eisenkappel/Železna Kapla. Die extensiv bewirtschaftete Fläche mit alten Streuobstbäumen ist ein hochwertiger, halboffener Lebensraum mit hoher Bedeutung für viele Tier und Pflanzenarten.

Leitung: Peter Unglaub

Nach dem Wildbienen-Workshop folgten naturkundliche Erkundungen und Beobachtungen des (hoffentlich) klimaresistenten Bergwaldes und dessen Nutzung im Umfeld der Pecnik-Wiese mit mindestens 25 Baum- und Sträucherarten. Dabei geht es nicht nur um vorgetragenes Wissen, sondern um Erfahrungsräume, die miteinander durchschritten und abschließend diskutiert werden.

Leitung: Zdravko Haderlap
Kräuterlabor Pecnik-Wiese
Feldlabor III
17. Juni 2025

Am 17. Juni 2025 begab sich die 5A „Kugy-Klasse“ mit Kräuterpädagogin Beate Kauer einen Tag lang auf die naturkundliche Erkundung essbarer Pflanzen und Heilpflanzen auf die Pecnik-Wiese in Lepena bei Bad Eisenkappel/Železna Kapla. Anschließend werden daraus Wildkräuterpestos und Brotaufstriche kreiert.

Gesellschaftlicher Wert eines (behinderten) Schafes
Feldlabor IV

Ebenfalls am 17. und am 18. Juni gingen an zwei Tagen die 5B Klasse des SLOG (Bundesrealgymnasium für Slowenen in Klagenfurt) der moralisch-ethischen Frage nach: Welchen gesellschaftlichen Wert hat ein (behindertes) Schaf?

Die Domestikation bislang wild lebender Tiere bedeutete mehr Freiheit des Menschen und den Beginn eines neuen Abschnitts in der Menschheitsgeschichte, nämlich den Übergang zwischen dem Paläolithikum und dem Neolithikum. Pflanzenbau und Tierhaltung führten zu neuen Formen menschlichen Zusammenlebens und markieren den Übergang des Menschen vom Jäger und Sammler zum kulturellen Wesen. Haustiere haben dem Homo sapiens zum Menschsein verholfen. Forscher belegen: Ohne Hunde, Katzen und Rinder gäbe es weder Zivilisation, noch höhere Intelligenz. Im Umgang mit Tieren, besonders bei ihrer Führung, hat der Mensch seine soziale Intelligenz geschult, in großen Teilen sogar erst entwickelt.

Schafe sind ein Teil unserer Kulturgeschichte. Wir Menschen haben Wildtiere durch Zucht für die freie Wildbahn untauglich gemacht. Die Schafe sind über Jahrtausende hinweg direkt und indirekt neben dem Menschen der Gestaltungsfaktor für Weiden, Wiesen, Naturschutz und Landschaftspflege schlechthin. Landschaft ist alles, was wir um uns herum wahrnehmen, nicht das, was tatsächlich da ist: Bauern, Touristen, Sportler, Schüler… und Schafe.

Nach dem eineinhalb stündigen Workshop zu den Wildbienen in der Streuobstwiese des Vinkl-Hofes startet des zweitägige Feldlabor zu den Schafen mit der Einleitung in das Führen eines permanenten Logbuches / Tagebuches.

Leitung: Marika Haderlap & Barbara Janota

Ante Pante – neu gedacht
Feldlabor V
20. September 2025

Ein Feldlabor zur Erforschung und Weiterentwicklung von Brauchtum
Der Brauch Ante Pante – Kirchleintragen wird jährlich am Vorabend zu Maria Lichtmess am 1. Feber in Bad Eisenkappel/Železna Kapla von Menschenmassen zelebriert und ist weit über die Landesgrenzen Kärntens hinaus bekannt. Der Ursprung des Lichterfestes reicht in die vorchristliche Zeit zurück.

Ziel
Das Feldlabor zur Erforschung und Weiterentwicklung von Brauchtum soll zum Weiterdenken von Traditionellem animieren und damit eine kritische, aber respektvolle Auseinandersetzung mit kulturellem Erbe fördern.

Zielgruppe
Schüler:innen von 12 – 18 Jahren der Bühnenspielgruppe des Alpen – Adria Gymnasiums Völkermarkt

Mitwirkende
Zdravko Haderlap (Kulturarbeiter), David Samitsch (Bühnenspielleiter), Johanna Steindl (Kulturwissenschaftlerin), Birgit Radeschnig (Gesamtleitung)

SENSEN-WERKSTATT / KOŠNJA

Das Handwerk des Sensenmähens mit Thomas Huber / Obrt košnje s koso s Thomasom Huberjem

Ziel: Kennenlernen der Grundzüge des Umgangs mit Sense als Werkzeug mit langer Geschichte;

Cilj: Spoznavanje osnov uporabe kose kot orodje z dolgo zgodovino;

15. Juni von / od 16:00h – 20:00h
- Die Teile der Sense und die Anpassung an die MäherInn
Von Worb oder Wurf, den Griffen und dem Sensenbart.
Die Benennung der Sensenteile und ihre verschiedenen Ausführungen. Für jeden Mäher/In die richtige Worbgröße.

Haltung und Bewegung mit der Sense
Mit der richtigen Bewegung des Körpers zum Entspannten Mähen. Vom Trockentraining hin zum Gras.

Einführung ins Dengeln
Was will ich mit dem Dengeln erreichen. Verschiedene Dengelmethoden werden ausprobiert (Schlagdengler, steirisch dengeln, Dengelmaschine...). Üben an alten Sensen und Metallstücken.

Einstellen der Sense
Anpassen der Griffe an Arm- und Beinlängen. Einstellen des richtigen Sensenzirkels. Sicherheitshinweise.

Das Wetzen der Sense
Von Bergamasker und Gosauersteinen. Die verschiedenen Wetzsteine und die Technik des Sensenwetzens.

Zur Kulturgeschichte der Sense mit Wildgulasch am offenem Lagerfeuer
Die historische Entwicklung der Sense als landwirtschaftliches (Ernte)Werkzeug von der jüngeren Frühgeschichte (Bronze/Eisenzeit) bis heute.



5:00h - Aufbruch zur Mahdt
16. Juni - Tagesanbruch / jutranja zarja 5:00h
Praktische Mähübungen
Anwendung des Erlernten. Wie beginne ich ein Stück Wiese zu mähen. Körperhaltung und Fehlerausbesserung. Einfach Mähen.

Mähen in bestimmten Situationen
Mähen in verschiedenen Geländesituationen. Wie mähe ich Bäume aus und Zäune entlang.

Frühstück – Picknick im Freiem
mit Kaffee/Tee, „Widerstandsgeist“, Most und Coppla Kaša-Spezialitäten

Ausrüstung:
Die Ausrüstung (Sensenwurf und Sensenblatt, Wetzstein und Kumpf, Ausrüstung zum Dengeln und Dengelböcke) wird jeden Teilnehmer zur Verfügung gestellt; Teilnehmer können aber auch ihre eigene Ausrüstung bzw. eigene Sensenblätter zu Dengeln mitbringen.

Neuerwerb von Ausrüstung:
Am Tag des Kurses können auch gesamte Ausrüstungen vor Ort erworben werden.

Kosten:
€ 170.-- / Person inkl. Wildgulasch am Abend und Frühstück/Picknick nach „getaner Arbeit“.

Anmeldung: Auf Grund beschränkter Teilnehmerzahl ist eine Voranmelung unter oder unbedingt erforderlich!

Prijave: Zaradi omejenega števila udeležencev so predhodne prijave na ali nujno potrebne!

Unterkünfte / prenocišca: Unterkünfte in Bad Eisenkappel / Železna Kapla

Infos zu ...
Wildtierökologie & Landschaftsplanung
Thomas Huber
A - 9542 Afritz/See - Tassach 13
Tel.: 0 4247-2157 / 0664-9129485

www.amberg.at

2024: graben//LANDSCHAFT//lesen - kopati//GRAPO//brati - PHASE IV

www.landschaftlesen.net
www.landschaftlesen.net
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www.landschaftlesen.net
PHASE IV: Internationale Ausstellung LANDSCHAFT re-artikulieren im Museum Moderner Kunst Kärnten (MMKK), Klagenfurt, vom 12. Juni bis zum 1. September 2024.

Landschaft re-artikulieren

Im Zuge des Klimawandels stehen Begriffe wie Erderwärmung, CO2-Ausstoß, schmelzende Polkappen, Temperaturrekorde, Raumordnungen, Bodenversiegelung und mehr im Vordergrund. Ein Begriff, der dabei merkwürdig abwesend bleibt, ist Landschaft. Doch sind es schließlich die zahlreichen Eingriffe in die Umwelt, die so etwas wie Landschaft überhaupt erst entstehen lassen. Mit Landschaft wird etwas bezeichnet, das in einer unauflösbaren Kombination von ökonomischen, sozialen, aber auch symbolischen und ästhetischen Praktiken entsteht. Dabei wird Landschaft auch mit Identitäten verknüpft, mit regionalen oder nationalen Stereotypen, mit Kulturbegriffen und Gesellschaftsentwürfen – Artikulationen, die Landschaft nicht nur zu einem ökologischen, sondern auch politischen Projekt werden lassen. Wie aber sprechen wir heute über Landschaft?
Die Ausstellung „Landschaft re-artikulieren“ argumentiert dahingehend, dass die politische Rolle von Landschaft neu definiert und artikuliert werden muss. Die Sprache, mit der wir über Landschaft sprechen, muss neu erfunden werden, der „Text“, mit dem wir Landschaft schreiben, muss umgeschrieben und erweitert werden. Sie müsste das gesamte Gefüge von Menschen und Nichtmenschen mit einschließen, um alle entscheidenden Aspekte gemeinschaftlichen Überlebens artikulieren zu können.
Die Künstler*innen der Ausstellung beschäftigen sich mit Aspekten bestehender „Beschriftungen“ von Landschaft: Verkehr, industrieller Landwirtschaft, der Ölindustrie, mit dem Scheitern des modernen Fortschrittsglaubens, mit Krieg und Gewalt. Sie beschäftigen sich aber auch mit Fragen einer möglichen alternativen Zukunft, mit Reservaten der Natur inmitten des urbanen Raums, mit dem „Land“ in Landschaft und dessen Verbindung zu indigenen Vorfahren oder mit lokalem Wissen über Landschaft – wie im Fall der Pečnik-Wiese/Pečnikov travnik in der Nähe von Bad Eisenkappel/Železna Kapla. In der Ausstellung kollidieren also unterschiedliche Repräsentationen, unterschiedliche „Gefüge“ von Landschaft, aus deren Konflikten ihre Re-Artikulation entstehen könnte.

re-artikulacija krajine

Zaradi podnebnih sprememb so vedno bolj v ospredju pojmi, kot so globalno segrevanje, izpusti toplogrednih plinov, taljenje polarnega ledu, temperaturni rekordi, prostorsko nacrtovanje in pozidanost. Nenavadna pa je odsotnost pojma krajina v tem diskurzu. Navsezadnje so številni posegi v okolje tisti, ki ustvarijo to, kar pojmujemo kot krajino. Ta izraz se nanaša na nekaj, kar nastane v nerazdružljivem prepletu gospodarskih in družbenih, pa tudi simbolnih in estetskih praks. Krajina je povezana tudi z identitetami, pokrajinskimi in nacionalnimi stereotipi, kulturnimi in družbenimi predstavami, skratka artikulacijami, zaradi katerih pokrajina ni le ekološki, temveč tudi politični projekt. Toda kako danes govorimo o krajini?

Razstava „Landschaft re-artikulieren/re-artikulacija krajine“ zavzema stališce, da je treba politicno vlogo krajine na novo dolociti in izraziti. Jezik, v katerem govorimo o krajini, je treba ponovno izumiti; besedilo, s katerim pišemo pokrajino, je treba razširiti in napisati na novo. Ta novi jezik mora zaobjeti celotno strukturo cloveških in ne-cloveških dejavnikov, da bi lahko izrazil vse ključne vidike skupnega preživetja.
Umetniki*ce se na razstavi ukvarjajo z različnimi vidiki obstoječih „oznak“ pokrajine: promet, industrijsko kmetijstvo in naftna industrija, s propadom sodobnega zaupanja v napredek, pa tudi z vojno in nasiljem. Dotikajo se tudi vprašanj možne alternativne prihodnosti, zelenih rezervatov sredi urbanega prostora, „kraja“ v krajini in njegove povezanosti s predniki ali s poznavanjem krajine, kot jo poznajo domačini – kot v primeru Pečnikovega travnika blizu Bad Eisenkappla/Železne Kaple. Na razstavi tako druga ob drugo trcijo razlicne predstave o krajini, razlicne „teksture“ krajine, iz njihovih nasprotij pa bi lahko izšla re-artikulacija krajine.


Begleitveranstaltungen zum vormerken:

MMKK - Kunstfrühstück
mit anschließender Kuratorenführung
Führung ca. 11.00 Uhr
mit Reinhard Braun und Herwig Turk

Sonntag, 30. Juni 2024, 10.00 Uhr
Eintritt: € 18,– (inkl. Museumsbesuch, Führung,
Buffet) Anmeldung erforderlich! Begrenzte
Teilnehmer*innenzahl!
Pecnik-Wiese / Pecnikov travnik - Exkursion „tterrittorrio"
Musikalisch-szenische Uraufführung
mit dem Kollektiv Kopp23: Birgit und Nicole
Radeschnig, Mathias Krispin Bucher (Musik),
Martina Rösler (Tanz), Stefan Feinig (Literatur), Stephanie Klaura (Bildende Kunst)

Samstag, 13. Juli 2024 + Sonntag, 14. Juli 2024,
jeweils 16.00 Uhr
Kosten: € 20,–/€ 15,– ermäßigt Individuelle
Anreise zum Vinkl-Hof in Leppen/Lepena bei
Bad Eisenkappel/Železna Kapla

Dauer: ca. 90–120 Min. Wetterbedingte Kleidung
und gutes Schuhwerk erforderlich! Nähere Informationen: www.haderlap.at

Zusätzlich bietet das MMKK am
Samstag, 13. Juli 2024, eine Busfahrt an.
Abfahrt: 14.30 Uhr Parkplatz Minimundus
Buskosten: € 10,– Anmeldung über das MMKK
bis spätestens 7. Juli 2024
MMKK - graben//LANDSCHAFT//lesen / kopati//GRAPO//brati
Herwig Turk, Zdravko Haderlap und weitere
Beteiligte des Projekts Pecnik-Wiese stellen die
Vorgangsweise des Lesens der Landschaft als
gemeinschaftliche Praxis in unterschiedlichen
Formaten vor.

Donnerstag, 25. Juli 2024, 19.00 Uhr
Eintritt frei!
Info: www.landschaftlesen.at oder haderlap.at


MMKK - Vodstvo v slovenskem jeziku / Führungen in slowenischer Sprache
vodita/es führen: Mojca Grušovnik-Tratnig und Zdravko Haderlap

cetrtek, 27. junija 2024, ob 18.00
Donnerstag, 27. Juni 2024, 18.00 Uhr

Nedelja, 11. avgusta 2024, ob 10.30
Sonntag, 11. August 2024, 10.30 Uhr

Cena za vodstvo: € 1,50 po osebi
Ticket für die Führung: € 1,50/Person

Was wir von Streuobstwiesen lernen können (Vortrag und Exkursion)

Datum und Zeit: Freitag, 13. September 2024, 17:00 – 20:00 Uhr

Ort und Treffpunkt: „Vinkl-Hof“ (Lepena 19. 9135 Bad Eisenkappel)

Referent: Markus Milchram (Universität für Bodenkultur, Institut für Zoologie), Klaus Krainer (AN, Klagenfurt)

Kosten: keine

Information und Anmeldung:

mind. 8 bis max. 20 Personen;

Anmeldung bis 11.September 2024.

Veranstalter: AKL, Abt. 8 und AN in Kooperation mit der Universität für Bodenkultur

Anmeldung
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